Erfolgreich seit 70 Jahren

Ein Blick auf vergangene Meilensteine und die Herausforderungen der Zukunft bei CSL Behring offenbart eine bereits 70 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte.

Die Wissenschaftler Kistler und Nitschmann erfinden die Ethanolfraktionierung in der Kälteherstellung der ersten pasteurisierten Plasmaproetinlösung auf einer Produktionsanlage.
Pioniere: Die Forscher Hans Nitschmann (links) und Peter Kistler entwickelten in Bern bis zur Publikation im Jahr 1962 eine innovative Methode zur Plasmafraktionierung.

Der Startschuss für unsere Erfolgsgeschichte im Herzen von Bern fällt 1949. Unter dem Dach des Schweizerischen Roten Kreuzes wird der erste Blutspendedienst der Schweiz gegründet: das Zentrallaboratorium Blutspendedienst SRK (ZLB). Seither verarbeiten wir Blutplasma. Der helle, klare Anteil des Blutes, dessen Bestandteile das Potential haben, das Leben tausender Patienten nachhaltig zu verbessern.

Kistler und Nitschmann ebneten den Weg

Die Forschung und daraus folgende Verbesserungen bei der Plasmaverarbeitung prägen unseren Werdegang. Die Forscher Hans Nitschmann und Peter Kistler entwickelten in den 1960er Jahren eine damals völlig neuartige Methode zur Plasmafraktionierung: die Kistler-Nitschmann-Methode. Diese ermöglicht es seither, eine bedeutend bessere Ausbeute der aus dem Plasma isolierten Proteine – der Immunglobuline – zu gewinnen. Immunglobuline sind Eiweisse, die der Körper zur Abwehr fremder Substanzen bildet (sogenannte Antikörper).

Die Jahrtausendwende hat uns verändert

Im Jahr 2000 übernimmt die australische CSL Limited die ZLB und 2007 entsteht der Firmenname CSL Behring. Damals arbeiteten 560 Mitarbeitende am Standort Bern. Auch für die Produktion ist das neue Jahrtausend wichtig, denn im Jahr 2000 führen wir weltweit als erstes Unternehmen die Nanofiltration (Virusfiltration) in der Grossproduktion ein. Damit hob unser Unternehmen global die Standards für Immunglobulin-Präparate.

Nachhaltiges Wachstum

arbeiten über 1600 Mitarbeitende bei CSL Behring in Bern. 2018 war der Baubeginn des Bauprojekts Protinus. Der Bau eines mehrstöckigen Gebäudes umfasst zwei Herstelllinien für unsere Produktion. Diese Produktionserweiterung ermöglicht pro Jahr weiteren 90’000 Patienten, ein normales Leben zu führen. Das Projekt ist eine Herausforderung, denn die Hightech-Anlagen entstehen auf engstem Raum und erfordern deshalb spezielle bauliche Massnahmen. Auch der Zeitplan für das Projekt ist eng: 2017 startete das 250-Millionen-Franken-Projekt, 2018 feierten wir die Grundsteinlegung und der Produktionsstart der Anlage ist für 2021 geplant.

Saubere Energie aus Abwasser

Beim Wachstum liegt uns Nachhaltigkeit am Herzen, denn der Umwelt gegenüber tragen wir eine grosse Verantwortung. Mithilfe umweltschonender Verfahren und innovativer Prozesse optimieren wir stetig den Einsatz von Ressourcen und minimieren Emissionen. So produziert die ara region bern ag seit Herbst 2018 saubere Energie aus dem Abwasser von CSL Behring. Damit werden Emissionen von über 1700 Tonnen CO2 eingespart. Weitere Einsparungen erreichen wir durch den Einsatz von rezykliertem Ethanol in den Produktionsprozessen. Darüber hinaus werden wir in den kommenden Jahren weitreichende Energiesparmassnahmen umsetzen, die zu Einsparungen von über 6 Gigawattstunden Energie beziehungsweise 1000 Tonnen CO2 führen. Denn unser Wachstum soll möglichst nachhaltig sein – für Mensch und Umwelt.

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Seit 70 Jahren auf Erfolgskurs: Die Meilensteine und Pionierleistungen der CSL Behring am Standort Bern im Zeitraffer.