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Gerinnungsforum Heft 3 / 2009

Gerinnungsforum Heft 3 / 2009

Hattersheim — 01.10.2009

Das Gerinnungsforum Heft 3 / 2009 beschäftigt sich mit dem Thema: Verschiebung einer Operation wegen Verdacht auf Gerinnungsstörung bei pathologischen Laborwerten.

Im Fallbeispiel wird eine 27 jährige Patientin mit rezidivierenden Sinusitiden vorgestellt, deren Nasennebenhöhlenoperation aufgrund einer moderaten PTT-Verlängerung verschoben wurde. Bei der Abklärung in der Gerinnungsambulanz ergab sich bei der ausführlichen Anamnese kein Hinweis auf eine bestehende Gerinnungsstörung. Die dennoch durchgeführte ausführliche Gerinnungsanalyse ergab einen F XII-Mangel mit 24% Restaktivität als Ursache der PTT-Verlängerung. Da ein F XII-Mangel nicht mit einer erhöhten Blutungsneigung verknüpft ist, wurde die Operation ohne spezielle Gerinnungstherapie durchgeführt. Der Verlauf war unauffällig.

In den vertiefenden Abschnitten wird die Bedeutung einer ausführlichen und sorgfältigen Gerinnungsanamnese herausgestellt. Außerdem werden die Empfehlungen der Fachgesellschaften präsentiert. Insgesamt wird eine blinde Labordiagnostik weder als notwendig noch als sinnvoll angesehen; A und O ist die Anamnese. Eine gezieltere aus der Anamnese abgeleitete Vorgehensweise hilft damit, überflüssige Kosten zu sparen.

Bei Bearbeitung der CME-Fragen können wieder bis zu 3 Punkte erworben werden.